DIE BIBLIOTHEK IM RUCKSACK
DIE ZUKUNFT DES BUCHES IST ELEKTRONISCH
Die rasante Entwicklung auf dem Gebiet der Unterhaltungselektronik macht selbst vor dem allerheiligsten Kulturgut nicht halt: dem Buch. Denn auch, wenn vor kurzem noch viele Skeptiker behaupteten, dass echter Lesespaß nicht auf Bildschirmen zu finden sei, lässt sich aufgrund der Zahlen ein klarer Trend zum elektronischen Buch verzeichnen. Während noch vor zwei Jahren rund 20 % der verkauften Bücher digital waren, sind es inzwischen fast die Hälfte. Einige Online-Buchhändler verkaufen inzwischen sogar mehr elektronische Bücher als auf Papier gedruckte.
Dieser Trend ist vor allem den verbesserten Lesegeräten zu verdanken. Die neuen E-Books sind nicht nur handlicher geworden, sondern auch leistungsfähiger und komfortabler. Akkulaufzeiten von 20 Stunden, ein enormes Speichervolumen, blendungsfreie Bildschirme und eine verbesserte elektronische Tinte überzeugen immer mehr Leseratten. Diese grundlegenden Eigenschaften werden durch zahlreiche individuelle Einstellmöglichkeiten ergänzt: Man kann die Größe und Form der Schrift verändern, durch die Eingabe von Suchbegriffen gleich die gewünschte Stelle im Buch finden, beim Herunterladen von Fachbüchern nur bestimmte Kapitel oder Seiten bestellen und dadurch viel Zeit, Geld – und vor allem – Platz im Bücherregal sparen.
Dass immer mehr Bücher digital gekauft werden, liegt aber auch an der zunehmenden Entwicklung weiterer lesetauglicher Hardware und vor allem an der Unabhängigkeit von Internetzugängen. Mobile Geräte von Kindle und iPhone, übers iPad und den Tablet-PC bis hin zum Notebook können als Lesegerät für elektronische Bücher dienen. Ob in der Uni, im Urlaub, in der Bahn oder im Krankenhaus – überall hat man bei Bedarf die gesamte Bibliothek in der Tasche.
Dennoch wird das klassische Buch auch in den nächsten Jahren nicht aus den Buchläden oder unseren Bücherregalen verschwinden. Denn auch für unsere Elektronik und Technik begeisterte Gesellschaft ist das klassische Buch nach wie vor ein Maßstab für ihre kulturelle und intellektuelle Bedeutung.